Presseinformation des FDP-Stadtverbands Delbrück und der Grünen Fraktion Delbrück

Ökologische Nischen auf Friedhöfen, Projekte zum Schutz von Wildbienen und anderen Insekten sollten auch in Delbrück umgesetzt werden

Delbrück, 04.10.2018 – Friedhöfe bilden einen großen Teil innerstädtischer Grünflächen, so auch in Delbrück und seinen Ortsteilen. In Städten und Kommunen wie z. B. Göttingen, Heidelberg und Braunschweig werden nicht benötigte Freiflächen auf Friedhöfe bei voranschreitendem Artensterben derzeit gezielt einem ökologischen Nutzen zugeführt, um diesem Entgegenzuwirken.

Gegenwärtig befindet sich die Friedhofs- und Bestattungskultur in einem tiefgreifenden Wandel. Obwohl die Sterbezahlen ansteigen, sinkt die Flächennachfrage. Die FDP-Delbrück fragt sich daher, ob dieser Trend auch für Delbrück gilt und ob es nicht zweckmäßig sei, diese Freiflächen ebenfalls dem ökologischen Nutzen zu zuführen? Mit hoher wahrscheinlich wird der Nutzen größer sein, als mit Insektenmischung bepflanzte “Grünflicken“ an Ampeln viel befahrener Straßen wie z. B. der Kreuzung Bokerstraße und B 64 usw. Da Insekten keine Senkrechtstarter oder -lander sind, wird wohl eine Vielzahl vor oder nach dem Ziel von einem Fahrzeug getroffen. Das kann nicht das Ziel sein, auch wenn die gute Absicht ehrt. An dieser Stelle gilt es, auch über Delbrück hinaus Absprachen mit den Institutionen zu treffen und gezielt die Flächen zu aktivieren bzw. zu nutzen, die mit Blick auf eine finanzielle und ökologische Nachhaltigkeit geeignet scheinen.

„Der Erhalt der Artenvielfalt ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe und die Kommunen spielen dabei eine entscheidende Rolle“ so  Roze Özmen,  FDP-Ratsfrau der Stadt Delbrück.

Der Grünen Ratsherr Andreas Konuk führt weiter aus: „Eine naturnahe Umgestaltung von Teilflächen fördert den Erhalt von Wildbienen, Schmetterlinge, Libellen ebenso wie Vögel, Fledermäuse und Kleinsäuger. Dadurch könnten die Friedhöfe in allen Teilen Delbrücks einen Beitrag im Kampf gegen das Insektensterben leisten.“

„Ein jeder Friedhof kann durch Umgestaltung von Teilflächen Lebensräume schaffen. Durch eine ökologische Aufwertung der Friedhofsflächen und einer angepassten Bepflanzung und Pflege können die Kosten für die Instandhaltung verringert werden, während gleichzeitig die Attraktivität für viele Besucher gesteigert wird“, sagt  Uschi Seyfarth,  Sachkundige Bürgerin der FDP Delbrück.

Personen auf dem Foto von rechts: Roze Özmen (FDP), Andreas Konuk (Grüne), Uschi Seyfarth (FDP) auf dem Friedhof in Delbrück

Antrag_Ökologische Nische Friedhöfe_ 2018