FDP-Stadtverband trifft ehrenamtliche Helfer

FDP-Stadtverband trifft ehrenamtliche HelferWas läuft gut, wo drückt der Schuh!“ – FDP Delbrück trifft Ehrenamtshelfer zum Thema Flüchtlinge aus Delbrück Boke

DELBRÜCK –„Um uns kennenzulernen sowie uns auszutauschen, wie wir mehr und besser zusammenarbeiten können und nicht zuletzt um DANKE zusagen, haben wir Frau Caroline Horstschäfer und Anke Troja zu einem Gespräch eingeladen. Dies ist ein Auftakttreffen für eine Besuchsreihe gewesen. Unser Ziel ist es, alle Ortsteile zu diesem wichtigen Thema zu treffen. Wir wissen, ohne die Ehrenamtshilfe könnten weder die Stadt Delbrück noch die Politiker diese Herausforderung stemmen“ sagt Roze Özmen, Stadtverbandsvorsitzende der FDP Delbrück.

Rund 60 junge Flüchtlinge leben mittlerweile im Bürohaus in der Römerstraße. Weitere 4 Familien, etwa 20 Personen sind dezentral untergebracht. Es gibt insgesamt 4 Paten, 3 Frauen und einen Mann. Natürlich werden weitere Paten ganz dringend gebraucht.

Bei dem gemeinsamen Gespräch sind alle anwesende einig, dass die Ehrenamtlichen Helfer eine „Hilfe zur Selbsthilfe“, kompetente Ansprechpartner, praktische Hilfe vor Ort benötigen. Man muss differenzieren und nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren. Aber dennoch muss den Flüchtlingen präventiv und professionell –also nicht Ehrenamtlich-  geholfen werden. Dabei sind Knigges genauso wichtig wie ein Deutschunterricht.

Die Organisation und Koordination der Flüchtlingsarbeit, Haupt- oder ehrenamtlich muss unbedingt optimiert werden. Ein Beispiel ist, die angebotenen Deutschkurse mit Anwesenheitslisten führen und zeitnah klären, wenn Teilnehmer unregelmäßig die Kurse besuchen. Die Pünktlichkeit sowie die Erledigung der Hausaufgaben müssen eingeimpft werden. „Die Neubürger müssen diszipliniert und kontinuierlich die Deutschkurse besuchen, sonst müssen wir als Lehrer immer von Vorne beginnen. Um dies zu gewährleisten, bin ich sogar bereit, in der Unterkunft die deutschkurse stattfinden zu lassen. Dann kann ich Sie einzeln zum Unterricht abholen“,  sagt Dieter Tuschen, der Bildungsbeauftragte der FDP-Delbrück, der ebenfalls ehrenamtlich Deutschunterricht für die Neubürger organisiert und durchführt.

Jeden Dienstag findet 15-17 Uhr ein Klön-Nachmittag statt. Das ist eine bestehende Veranstaltung der Boker Senioren, eine Begegnung, die Spaß macht. Diese wurde auch für die Flüchtlinge und alle interessierten Bürger geöffnet. Die neuen Bürger in Boke nutzen diese Gelegenheit sehr gerne, und somit können sie ihre Deutschkenntnisse praktisch anwenden.

„Unsere Jugendlichen sollten sich ebenfalls mit den Flüchtlingen beschäftigen, diese auffangen, Beispielsweise durch Projekte in den Schulen. Aber auch wir erwachsene sollten als Multiplikatoren für junge Leute agieren und auch diese für die Flüchtlingsarbeit gewinnen. Wir haben aktuell sehr wenige Jugendliche, die auf die Schutzsuchenden zu gehen und für diese Flagge zeigen. Das muss unbedingt thematisiert werden. Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig und wir müssen die Neubürger in unserer Stadt abholen.“ ergänzt Frau Horstschäfer.

Die Mentalität der Neubürger ist ganz anders, wäre Interessant zu wissen, wie diese in Ihren Herkunftsländern leben. Die werden mit Informationen wie „Ein LKW-Fahrer in Deutschland verdient monatlich 10.000 Euro“ nach Deutschland gelockt. Sind sie leichtgläubig oder naiv, dass sie das glauben, fragt sich Frau Troja und sicherlich viele weitere Bürger.

Weiter wird erörtert, dass die Hausmeister mit mehr Feingefühl und Takt agieren und mit den Flüchtlingen behutsamer umgehen müssen. Wir stellen auch fest, bei den muslimischen Flüchtlingen steht der Glaube über Bildung. Das darf bei der ganzen Flüchtlingshilfe und den Konzepten nicht außer Acht gelassen werden. Auch Ghettobildungen sollten vermeiden werden. Das allgemeine Problem,  Wohnungen für die Schutzsuchenden zu bekommen sollte ebenfalls behandelt werden. In der Unterkunft  Römerstraße. gibt es kein Not-Telefon, eine Notfallapotheke gehört sehr zeitig in die jeweiligen Unterkünfte gebracht und sichtbar installiert.

Zum Schluss erzählt Frau Horstschäfer ganz stolz:  „

„Die Schutzsuchenden sind sicherlich eine Bereicherung, aber wir müssen offen und ehrlich auch die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme ansprechen und den Bürgern signalisieren, dass wir an einer Lösung arbeiten. Nur so können wir Vorurteile abbauen und den subjektiven Ängsten entgegenwirken“ sagt Roze Özmen, Stadtverbandsvorsitzende der FDP Delbrück.