FDP: Özmen fordert eine mutige und ehrliche Integrationsdebatte in Paderborn

Wie ernst müssen wir die „Gesellschaftliche Spaltung“ nehmen?

Roze Özmen, FDP-Vizevorsitzende des Kreisverbandes Paderborn und Mitglied im Integrationsbeirat des Kreises Paderborn wertet die Offensive des Herrn Kartum als Chance: „Wir müssen bei diesem hoch sensiblen Thema offen, ehrlich und mutig eine Debattenkultur zu lassen und diese auch leben.“ Es helfe niemandem, die Lage zu beschönigen und ein „Weiter so!“ zu postulieren. 

Die kulturelle aber auch räumliche Trennung im gesamten Kreis Paderborn sei nicht von der Hand zu weisen und definitiv keine Einzelmeinung. Auch Carsten Linnemann MdB forderte Mitte Februar Migrantenquoten an Schulen. Allerdings können Quoten aus Özmens Sicht weder die Antwort noch  die Lösung sein.

Es gäbe Wohnsiedlungen, die überwiegend von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnt werden. Dies führe nach Özmens Meinung unweigerlich dazu, dass wir KiTas sowie Grundschulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund haben.  Diese ungleiche Mischung bringe unweigerlich weitere Herausforderungen, die wir als Gesellschaft meistern müssen.

„Ich lebe sehr gerne in Paderborn-Delbrück und fühle mich sehr wohl hier. Es heißt aber nicht, dass alles so läuft, wie es sein sollte. Es ist Aufgabe aller Verantwortlichen, aber auch Betroffenen, also von uns allen als Bewohner des Kreises Paderborn für eine gelungene Integration und ein gutes Miteinander zu wirken“ ist sich Özmen sicher. 

Eine kluge und ausgewogene Grundstücksvergabe in den Städten sei dabei ein wichtiges und zukunftsweisendes Instrument, welches die Politiker nutzen sollten. 

Die MSO (MigrantenSelbsthilfeOrganisationen) sollten mit positiven Beispielen voran gehen. ZBsp. Begegnungsplattformen schaffen, in denen es viel Raum zum Kennenlernen, gemeinsamen Feiern, Essen und Trinken gibt.

„Es ist sehr gefährlich und grundlegend falsch, wenn der NRW-Integrationsrat fordert, dass Englisch an Grundschulen abgeschafft wird und stattdessen Kinder Türkisch, Polnisch und Russisch lernen. Solche und ähnliche Anträge führen eindeutig zur Spaltung der Gesellschaft und hindern die Integration nachhaltig“ zeigt Roze Özmen aktuelle Fehlentwicklungen auf.