Antrag zur Errichtung von Wasserstoff‐Tankstellen bzw. Umrüstung/Erweiterung bestehender Tankstellen, um die wasserstoffbasierte E‐Mobilität zu fördern
Sehr geehrte Herren,
bitte nehmen Sie diesen Antrag auf die Tagesordnung des Umwelt‐, Bau‐ und Planungsausschusses am 05.12.2019 und des Rates am 12.12.2019 auf.
Beschlussvorschlag: Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten zur Förderung und der Realisierung der Einrichtung von Wasserstoff‐Tankstellen in Delbrück als umweltfreundliche Kraftstoffalternative für die Betreibung zu untersuchen. Dabei soll insbesondere abgeklärt werden, ob und ggfls. welche finanziellen Förderungsmöglichkeiten für den Bau Wasserstoff‐Tankstellen in Delbrück durch den Bund, das Land NRW und aus EU‐Fördermitteln erschlossen werden können.
Begründung:
Nach Jülich‐ und weiteren Studien können die Klimaziele (Reduktion der Treibhausgase um 95 % gegenüber 1990 bis 2050) u.a. nur erreicht werden, wenn in erheblichem Umfang „Power to Gas“‐ Anwendungen genutzt werden. Weiter heißt einer der zentralen Empfehlungen der Jülich‐Studie: „Entwicklung von marktfähigen Techniken durch Förderung von Demo‐ und Pilotvorhaben, Planung einer Wasserstoffinfrastruktur (Pipeline, Speicher), Prüfung inwieweit eine Umwidmung des bestehenden Erdgasnetzes für einen Betrieb mit Wasserstoff möglich ist. Deutschland diskutiert übr E‐Mobilität. In Japan und weiteren Ländern arbeitet man schon daran, wasserstoffautos massentauglich zu machen. Es ist unstrittig, dass die Brennstoffzelle potenzial hat. Es ist definitif falsch, wenn man sich nur auf eine Technologie konzentriert. Fakt ist, wir brauchen sowohl die Batterie als auch die Brennstoffzelle. Das Problem ist, solange es nicht genug Nachfrage gibt, lohnt sich der Aufbau der Infrastruktur nicht richtig, und umgekehrt kaufen die Leute kein Brennstoffzellen‐Fahrzeug,
wenn keine Infrastruktur verfügbar ist. „Wir brauchen attraktive und bezahlbare Autos und ein flächendeckendes Tanknetz.“ Und wir müssen irgenwann anfangen.
gez. Willibald Haase SGD‐Fraktion gez. Roze Özmen Ratsfrau und Mitglied der FDP gez